Unglücklich in der Beziehung? 10 Tipps für dein Beziehungsglück

Du denkst dir schon lange: "Ich bin unglücklich in meiner Beziehung, aber kann mich nicht trennen?"

Wie dir geht es vielen. Die Gründe für die Unzufriedenheit in der Partnerschaft können ganz unterschiedlich sein.

Nicht in jedem Fall ist eine Trennung der letzte Ausweg. 

Was du stattdessen tun kannst, um deine Beziehung zu retten, erfährst du in den unten stehenden 10 Tipps.

Unglücklich in der Beziehung: Das können die Gründe sein

Serielle Monogamie, also ein immer wiederkehrender Partnerwechsel nach einer gewissen Zeit, ist heute Normalität geworden.

Dennoch glauben nach wie vor viele daran, dass es den Partner fürs Leben gibt. 

Nur sieht die Realität ganz anders aus. 

Die Scheidungsrate liegt in Deutschland etwa bei fast 40 % in den letzten Jahren.

Zwar sinkt die Rate seit 2012 erfreulicherweise jährlich etwas ab, trotzdem ist damit immer noch jede 3. geschlossene Ehe von einer Scheidung betroffen.

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Mangelnde Kommunikation 

Einer der häufigsten Scheidungsgründe ist fehlende Kommunikation unter den Eheleuten.

Unglücklich in der Beziehung

Sie ist sauer, weil er wieder mit seinen Kumpels Fußball spielt, anstatt ihr im Haushalt zu helfen.

Oft fehlt es einfach an der Absprache. 

Beide Partner erwarten voneinander, dass die eigenen Bedürfnisse klar erkannt werden vom anderen. Doch selbstverständlich kann keiner von beiden hellsehen.

Was uns unglücklich in der Beziehung macht, sind also meist unausgesprochene Dinge. 

Wut über das vermeintliche Fehlverhalten des Partners führt dann oft zu Streitereien und bitteren Vorwürfen. Am Ende scheint eine Trennung unvermeidbar deswegen.

Mit dem oder der Neuen wird alles besser

Bei anderen Paaren ist der Trennungsgrund die Überzeugung von einem der beiden, dass mit einem neuen Partner alles wieder besser wird im Leben.

Häufig folgt darauf ein Seitensprung. Leider ist nur allzu oft die eigene Unzufriedenheit Auslöser für den Frust in der Beziehung.

Daran wird auf längere Sicht auch ein neuer Partner nichts ändern können. Früher oder später werden dieselben Themen wieder aufkommen und die Beziehung auf die Probe stellen.

Ständige Fehlersuche beim anderen

Auch die permanente Fehlersuche beim Partner kann eine Beziehung ziemlich vergiften und letztendlich zur Trennung führen.

Wer dauernd die Schuld zugeschoben bekommt, wird natürlich unglücklich in der Beziehung. Auch hier ist der eigentliche Auslöser eher die Unzufriedenheit des Partners mit dem eigenen Leben.

Mangelnde Aufmerksamkeit für den Partner

Ist die Beziehung/ Ehe erst einmal in festen Tüchern, sinkt häufig die Aufmerksamkeit für den anderen.

Früher brachte er ihr oft Blumen mit, jetzt fragt er nicht mal mehr, wie ihr Arbeitstag war.

Gerade Frauen sind häufig enttäuscht vom schwindenden Interesse des Partners. 

Umgekehrt fühlen sich Männer häufig nach der Geburt des ersten Kindes vernachlässigt und sind frustriert von der Beziehung.

Fehlender Respekt vor dem Partner und dessen Belange

Wer ständig von seinem Lebensgefährten klein gemacht wird, der wird bald unglücklich in der Beziehung sein.

Jeder möchte von dem Menschen, der ihm am nächsten steht, Unterstützungen und Rückhalt.

Wenn stattdessen nur Häme und Kritik kommt, kommt schnell Frust auf.

Unterschiedliche Ansicht bei finanziellen Ausgaben

Sie möchte lieber sparen für die Familiengründung, er will sich aber unbedingt das neue Auto kaufen.

Wenn bei den gemeinsamen finanziellen Ausgaben kein Kompromiss gefunden werden kann innerhalb der Beziehung, gestaltet sich das Zusammenleben schwierig.

Unglücklich in der Beziehung: Was tun?

Egal, aus welchem Grund du unglücklich in der Beziehung bist, die folgenden Hilfestellungen können dich dabei unterstützen, eine Lösung zu finden.

#1 Miteinander reden

Du bist unglücklich in der Beziehung, also sprich deine Probleme offen an bei deinem Partner.

Unglücklich in der Beziehung

Vielleicht hilft es dir, vorab Klarheit zu schaffen. Nicht immer ist uns bewusst, was gerade eigentlich nicht stimmt.

Warum bist du unglücklich in der Beziehung zu deinem Partner? 

Vertraue dich einem guten Freund oder Familienmitglied an. Wenn du deine Gefühle und die Auslöser dafür bei einer Person deines Vertrauens klar in Worte fassen kannst, hilft es dir wahrscheinlich, den Grund deiner Frustration zu erkennen.

Im Anschluss wird es dir leichter fallen, deinem Partner genau zu sagen, was dich frustriert an eurer Beziehung.

Wichtig ist hierbei, dass du ihr oder ihm keine Vorwürfe machst. 

Denn das wird die Fronten verhärten und nicht zu einer Lösung führen. Beschreibe lieber deine Gefühle und was das Verhalten des anderen bei dir auslöst.

#2 Mach deine Grenzen deutlich

Dein Partner behandelt dich oft respektlos und abschätzig.

Trotzdem denkst du dir, ich bin unglücklich in der Beziehung, aber kann mich nicht trennen, weil die Liebe noch so stark ist? 

Es ist sehr wichtig, dass du dir selbst Wert bist, gut behandelt zu werden. 

Wenn dein Partner dich erniedrigt oder im schlimmsten Fall sogar handgreiflich wird, ist es höchste Zeit, zu handeln!

Denn in so einem Fall musst du eine enorme psychische Belastung ertragen.

Sag deinem Partner, dass du so nicht behandelt werden möchtest, weil es dich verletzt. Zeig ganz genau auf, wo deine Grenzen sind, und was du nicht akzeptieren kannst.

Wenn du durch ein offenes Gespräch keine langfristige Veränderung erzielst im Verhalten deines Partners dir gegenüber, ist Hilfe von außen ein wichtiger Schritt.

Beginnt gemeinsam eine Paartherapie. 

Leidest du generell unter starken Selbstzweifeln, dann kann dir auch eine Einzeltherapie helfen.

Durch die Stärkung deines Selbstvertrauens wird es dir leichter fallen, deinen Partner in seine Schranken zu weisen.

Vielleicht wirst du dadurch auch die Kraft aufbringen, eine von Abhängigkeit geprägte, toxische Beziehung zu beenden.

Wichtiger Hinweis: Im Falle von häuslicher Gewalt solltest du nicht zögern, dich an eine professionelle Beratungsstelle zu wenden. Physische Gewalt ist mit absolut nichts zu entschuldigen. Solltest du dich deinem Partner hilflos ausgeliefert fühlen, such dir bitte umgehend Unterstützung von außen.

#3 Fordere mehr Aufmerksamkeit ein

Wenn du unglücklich in der Beziehung bist, weil dein Partner aufgehört hat, sich um dich zu kümmern, dann sprich mit ihr oder ihm darüber.

Unterbreite ihr oder ihm einen Vorschlag, wie ihr wieder mehr zueinander finden könnt. Macht euch einen Tag in der Woche aus, der ganz allein euch gehört.

Gerade bei Paaren, die unglücklich in der Beziehung sind, weil ein Kind nun die volle Aufmerksamkeit beansprucht, sind Pärchen Aktionen sehr wirksam.

Such dir einen Babysitter und plane mit deinem Partner etwas romantisches zu zweit. Das kann ein Candle-Light-Dinner sein.

Unglücklich in der Beziehung

Aber auch ein gemeinsames Hobby kann euch wieder mehr zusammenbringen.

Wichtig ist, dass ihr euch auch wirklich darauf einlasst. Es sollte Priorität haben und euch beiden von Bedeutung sein.

Mach deinem Partner klar, wie viel von der gemeinsamen Zeit abhängt für die Qualität eurer Paarbeziehung.

Am besten bleibt das Smartphone bei solchen gemeinsamen Unternehmungen in der Tasche. 

Verbringt diese exklusive Zeit mit etwas, das euch beiden Spaß macht. So belebt ihr die Beziehung mit neuen, schönen Moment und kümmert euch dabei mal wieder nur um eure Verbindung.

#4 Probiert etwas Neues aus im Bett

Gerade für Paare, bei denen die Beziehung im Bett an der ewig gleichen Routine leidet, ist etwas Neues ein willkommenes Hilfsmittel, um nicht mehr unglücklich in der Beziehung zu sein.

Die meisten Paare reden selten bis gar nicht über ihr Sexleben und ihre erotischen Bedürfnisse.

Bleibt einer der beiden mit seinen Wünschen auf der Strecke, kann sich die Frustration im Bett auch auf andere Bereiche der Beziehung ausbreiten.

Nimm all Deinen Mut zusammen und schlag deinem Partner etwas vor beim Sex, wovon du schon lange geträumt hast. 

Sollte es dir schwer fallen, das in Worte zu fassen, dann versuch es mal mit kleinen Anspielungen: ein Sextoy zum Beispiel oder heiße Reizwäsche. 

Neuer Wind zwischen den Laken kann einer eingerosteten Beziehung wieder ordentlich Schwung geben.

#5 Gemeinsam Abenteuer erleben

Etwas Neues zu probieren muss natürlich nicht nur im Bett passieren. Auch sonst können ganz neue Dinge eine eingeschlafenen Beziehung wiederbeleben.

Wie wäre es mit ein bisschen Adrenalin?

Habt ihr schon mal gemeinsam Extremsport gemacht? 

Solche Erlebnisse können zusammenschweißen. Gerade wenn ihr dabei als Team funktionieren müsst.

Wer es nicht so mit Nervenkitzel hat, kann sich natürlich auch eine weniger aufregende Tätigkeit suchen.

Ein Tanzkurs ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam Spaß zu haben. Oder ein Kochkurs.

Schaut einfach, wo sich deine Interessen mit denen deines Partners überschneiden.

Wichtig ist, dass es euch beiden Freude bereitet. 

Wenn einer nur als Kompromiss dazu bereit ist, aber selbst gar keine Freude dabei empfindet, hat es wenig Sinn.

#6 Nimm dir Zeit für dich

Du denkst dir, zu viel Nähe macht mich unglücklich in der Beziehung, aber will mich nicht trennen?

Wenn dein Partner extrem klammert, solltest du deinen Freiraum einfordern. 

Du musst dich keinesfalls schlecht fühlen, wenn du das tust.

Sprich offen an, dass du etwas Abstand nötig hast. In vielen Beziehungen kommt es vor, dass die Partner ununterbrochen aufeinander hängen.

Das muss kein Zeichen einer perfekten Beziehung sein.

Manche Menschen tun sich einfach schwer damit, allein zu sein.

Sie missbrauchen den Partner als permanente Gesellschaft.

Darunter leidet die individuelle Entfaltung einer einzelnen Person. Denn neben der Paaridentität sollte jeder auch seine eigenen Bedürfnisse pflegen.

Das ist wichtig, um mit dir selbst im Reinen zu sein. 

Wenn du merkst, dass du an der Enge deiner Beziehung leidest, geh auf Abstand. 

Mach deinem Partner ohne Vorwürfe klar, dass dir persönlich Freiraum sehr wichtig ist, um zufrieden zu sein.

Sollte dein Partner darauf mit Unverständnis oder Misstrauen reagieren, dann ist es ratsam, das Gespräch zu vertiefen.

In den meisten Fällen sind Verlustängste der Auslöser für das an sich Ketten des Partners. 

Geht diesen Ängsten gemeinsam auf den Grund. So kannst du das Vertrauen zu deinem Partner im besten Fall wiederherstellen.

#7 Stellt einen Finanzplan auf

Bei einem gemeinsamen Haushalt kann Geld schnell zur Stolperfalle für das Beziehungsglück werden.

Unglücklich in der Beziehung

Wenn ihr größere Anschaffungen plant, aber einer von euch beiden kann einfach nicht sparen, müsst ihr hier nach einer Lösung suchen.

Legt am besten ein Sparkonto an, auf das der Zugriff eingeschränkt ist. So kommst du oder dein Partner nicht ständig in Versuchung, das Geld für andere Dinge auszugeben.

Wichtig ist auch, dass ihr die gemeinsamen Anschaffungen durch kalkuliert und euch auf die Finanzierung einigt.

#8 Try walking in my shoes - Ein Perspektiv Wechsel

Du hast das Gefühl, nicht mehr an deinen Partner ranzukommen. Der andere macht ständig dicht oder Gespräche enden schnell in Vorhaltungen. 

Versuche es mal mit einem Perspektiv Wechsel.

Beginn dazu das Gespräch mit der Frage:

"Wie geht es dir derzeit mit unserer Beziehung?"

Wichtig dabei ist: lass deinen Partner ausreden!

Fall ihr oder ihm nicht ins Wort, sondern hör einfach mal zu. 

Sollte die erste Frage noch keine Antworten bringen, dann werde konkreter beim Fragen:

"Stört dich etwas an unserer Beziehung/ in deinem Leben?"

Umgekehrt kannst du diese Art der Gesprächsführung auch für dich einfordern.

Bitte deinen Partner darum, dir einmal richtig zuzuhören, dich nicht zu unterbrechen und möglichst wertungsfrei zu bleiben.

#9 Schreib einen Brief

Ist ein Gespräch auf die oben beschriebene Art nicht möglich, dann formuliere deine Gefühle in einem Brief.

Hier hast du die Möglichkeit, dich ohne Beurteilung mitteilen zu können. 

Ein Brief hilft dir außerdem dabei, deine Gefühle für dich zu sortieren und Klarheit zu schaffen.

#10 Vergebung nach einem Seitensprung

Dein Partner geht fremd, deshalb bist du unglücklich in der Beziehung?

Solltest du herausgefunden haben, dass dein Partner dich betrügt, pack die Tatsachen auf den Tisch. Jetzt ist es an der Zeit, zu klären, wo ihr beide steht.

Zuerst einmal geht es darum, in welchem Ausmaß sie oder er dich betrogen hat.

War es ein einmaliger Ausrutscher oder eine längere Affäre?

Wenn es eine einmalige Sache war, zum Beispiel auf einer Weihnachtsfeier mit viel Alkohol im Spiel, solltest du nicht gleich die Koffer packen.

So etwas kann immer passieren - auch dir. 

Zeigt dein Partner aufrichtig Reue und hat dir den Ausrutscher vielleicht sogar von selbst gestanden, ist Vergebung der beste Weg.

Bei einer längerfristigen Affäre müssen alle Fakten auf den Tisch.

Ist der Grund für den Seitensprung in eurer Beziehung zu suchen? 

Kann man an diesen Problemen arbeiten bzw. diesen Mangel ausgleichen ohne fremdzugehen? 

Mach dir nach dem offenen Gespräch für dich selbst klar, ob du deinem Partner nach all dem jemals wieder ganz vertrauen kannst.

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