Trennung ja oder nein? 8 Tipps, die deine Entscheidung erleichtern

Deine Beziehung hat sich in eine Richtung entwickelt, die dir Anlass zur Überlegung für eine Trennung gibt.

Du überlegst hin und her, aber kannst dich weder für noch gegen eure Beziehung entscheiden.

Was, wenn du die falsche Entscheidung triffst? 

Verpasst du dann womöglich deine Chance auf das große Glück im Leben? 

Was mit so viel Liebe und Ekstase begonnen hat, endet mit so viel Unklarheit.

Ist es Zeit für eine Trennung, ja oder nein?

Triffst du deine Entscheidung besser nach Gefühl oder nach Verstand?

Vielleicht bist auch du der Ansicht, dass rationale Entscheidungen in Liebesdingen eher unangebracht sind.

Trennung ja oder nein

Schließlich verlieben wir uns nicht mit dem Verstand, sondern sprichwörtlich mit dem Herzen, also durch unsere Emotionen und Hormone.

War eine Ehe früher noch auf Sicherheit ausgelegt und kam deshalb nicht immer durch Liebe zustande, so haben wir heute die freie Wahl, an wen wir uns binden.

10 Tipps gegen Liebeskummer

Lerne wie du Gefühle wie Schmerz, Trauer und Wut in etwas Positives verwandelst :)

Nun stellt sich die Frage, wie es sich bei einer Trennung verhält. Entscheidet einzig das Gefühl darüber, ob eine Beziehung zu Ende geht oder nicht?

Oder spielt der Verstand dabei nicht auch eine wesentliche Rolle? 

Wenn auch du vor der Entscheidung für oder gegen eine Trennung stehst, solltest du beide Parts mit einbeziehen.

Es ist die beste Entscheidungsstrategie, wenn du sowohl dein Gefühl als auch deine Vernunft mit einbeziehst.

Folgendes Beispiel:

Deine Gefühle haben mit dem Verlauf der Beziehung an Intensität verloren und sich mehr in die freundschaftliche Richtung entwickelt. Gleichzeitig habt ihr als Paar aber eine gemeinsame Basis geschaffen, in der du dich wohl und geboren fühlst. 

Hier ist es nicht unbedingt die beste Entscheidung nur auf dein Gefühl zu hören.

Deine Vernunft wird dir vielleicht sagen, dass du so etwas Wertvolles, wie ihr es habt, nicht so schnell aufgeben solltest.

Eine Vernunft-und Gefühl basierte Entscheidung könnte dann so aussehen, dass ihr gemeinsam daran arbeitet, dass das Liebesgefühl wieder Einzug hält.

Anders herum kann es aber auch sein, dass eine Entscheidung aus Vernunft besser ist.

Das ist dann der Fall, wenn die Liebe zwar vorhanden ist, ein Glücklichsein in der Beziehung aber nicht möglich ist, etwa wenn die Lebensvorstellungen zu weit auseinandergehen oder gar Gewalt im Spiel ist.

In Bezug auf deine Entscheidung für oder gegen die Beziehung solltest du also immer Verstand und Gefühl berücksichtigen.

Trennung ja oder nein? Tipps zur Entscheidungsfindung

Die gemeinsame Zeit, schöne Erinnerungen und die Einzigartigkeit des Partners - eine Trennung ist keine leichte Entscheidung.

Vor allem dann nicht, wenn du das Gefühl hast in einer Zwickmühle zu stecken.

Entscheidest du dich gegen die Beziehung, gibst du damit etwas Wertvolles auf.

Anderenfalls steckst du in einem Leben fest, was dich nicht glücklich macht.

Vielleicht bist du in jungen Jahren unbeschwerter an eine solche Entscheidung herangegangen.

Kein Wunder, dir standen noch alle Türen offen, die gemeinsame Vergangenheit war nicht besonders lang und die Bindung noch nicht so stark.

Da hat dann im übertriebenen Sinne schon das bekannte Gänseblümchenzupfen als Entscheidungshilfe gereicht.

Im Erwachsenenalter und nach langen Beziehungen sieht das schon anders aus.

Mit einer Trennung gibt man meistens viel auf, ein wichtiger Lebensabschnitt wird damit beendet.

Zudem verlangt sie eine komplette Neuorientierung - einfach weiterzuleben als wäre nichts geschehen, das können die Wenigsten.

Es steht also außer Frage, dass eine Trennung eine der schwersten Entscheidungen überhaupt ist. Im Folgenden sind acht Tipps aufgezeigt, die dir deinen Weg zu einer Entscheidung etwas erleichtern sollen.

Trennung ja oder nein? #1. Male dir dein zukünftiges Leben in der Beziehung aus!

Kommst du bei dem Gedanken an die Zukunft deiner Beziehung ins Schwärmen und Träumen, ist das ein gutes Zeichen.

Trennung ja oder nein

Wird es dir hingegen mulmig oder bekommst du gar Zukunftsangst, steht der Kurs eher auf Trennung. 

Das mag etwas drastisch klingen, doch im zweiten Fall glaubst du nicht mehr an das Gute in deiner Partnerschaft und das sollte dir zu denken geben. 

Wenn du den Glauben an ein gemeinsames Leben trotz aller Probleme und Sorgen nicht aufgibst, besteht noch Hoffnung für eure Beziehung, und daran kannst du anknüpfen.

Versuche dich und deine Beziehung in fünf oder zehn Jahren zu sehen.

Wo möchtest du dann stehen? 

Sind das Leben und die Beziehung, die du führen möchtest damit vereinbar? 

Wenn du zu dem Entschluss kommst, dass es sich lohnt, an eurer Beziehung zu arbeiten, dann solltest du diesen Versuch auch starten. 

Siehst du von vornherein keine Chance oder schafft es keiner von euch beiden, dem anderen einen Schritt entgegen zu kommen, ist eine Trennung naheliegender.

Trennung ja oder nein? #2. Sei ehrlich zu dir selbst!

Bei einer schwierigen Entscheidung haben wir oftmals schon eine Präferenz, wollen diese aber nicht in die Tat umsetzen, weil das Endgültigkeit bedeuten würde.

Stattdessen machen wir uns immer wieder die weniger bevorzugte Möglichkeit schmackhaft, damit wir die Entscheidung noch etwas herauszögern können.

Diese Strategie ist eine Art Selbstschutz Mechanismus, um uns vor einer falschen Entscheidung zu bewahren. 

Leider ist sie überhaupt nicht zielführend, denn sie zögert einen Entschluss nur heraus, gefällt werden muss er deshalb trotzdem.

Versuche deshalb ehrlich zu dir selbst zu sein und herauszufinden, ob du die Entscheidung nicht bereits schon getroffen hast.

Es kann auch sein, dass du dich aus Rücksicht auf deinen Partner mit einer Trennung zurückhältst. Einem anderen Menschen wehzutun ist immer eine unangenehme Sache, deshalb haben die meisten Angst vor der Trennung.

Dennoch ist so ein Schritt manchmal einfach notwendig, es wäre auch nicht fair deinem Partner etwas vorzuspielen. Wenn du auch hier ehrlich zu dir selbst bist, wirst du das so sehen können.

Trennung ja oder nein? #3. Stelle eine Pro- und Kontraliste auf!

Zugegeben, eine Pro- und Contra-Liste klingt sehr unromantisch, aber wir hatten ja bereits schon festgestellt, dass auch vernünftiges Denken vonnöten ist.

Fällt es dir extrem schwer zu einer Entscheidung zu kommen, kann es helfen, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwiegen.

Vorsicht, es geht am Ende nicht darum, auf welcher Seite mehr Argumente stehen. 

Die Liste soll eher dazu dienen, dir einmal vor Augen zu führen, was du im Falle einer Trennung aufgeben beziehungsweise gewinnen würdest.

Natürlich musst du das Gewicht der einzelnen Punkte beachteten. 

Zu Verdeutlichung ein Beispiel:

Auf der Pro-Liste könnte Folgendes stehen: "Ich liebe ihn / sie immer noch."

Auf der Contra Seite stehen ein paar wesentlich belanglosere Dinge, die nicht so sehr ins Gewicht fallen, wie die Liebe zu deinem Partner.

In diesem Fall wäre es falsch, wenn du dich aufgrund der höheren Anzahl der Contra Argumente für eine Trennung entscheidest.

Analysiere also die einzelnen Gründe, bevor du deinen Entschluss fällst.

Trennung ja oder nein? #4. Frage dich, ob ihr genug für eure Beziehung gekämpft habt!

Aufgeben und Scheitern ist in Ordnung und gehört zum Leben dazu.

Ist das in einer Beziehung der Fall, hast du dir absolut nichts vorzuwerfen, solange du für eure Liebe gekämpft hast.

Eine feste Beziehung entwickelt sich nicht von heute auf morgen, also sollte sie auch nicht nach den ersten Problemen gleich ad acta gelegt werden. 

Für eine Beziehung kämpfen, heißt vor allem miteinander reden. 

Nur in dem ihr offen und ehrlich ansprecht, was euch fehlt oder zu viel ist, gebt ihr dem anderen die Chance sich zu ändern.

Erwarte nicht, dass dein Partner dir deine Wünsche und Sorgen von den Augen abliest, auch wenn das zu einem romantischen Bild einer Beziehung gehört.

Kommst du zu dem Entschluss, dass du genügend für eine harmonische Beziehung unternommen hast, kannst du dich ruhigen Gewissens für eine Trennung entscheiden.

Trennung ja oder nein? #5. Bitte Freunde und Familie um Rat!

Die letztendliche Entscheidung können dir deine Mitmenschen natürlich nicht abnehmen. Aber in eigenen Angelegenheiten kann es sein, dass wir "betriebsblind" sind.

Trennung ja oder nein

Das heißt, das Ergebnis oder die Fehler sind eigentlich offensichtlich, wir können das aber einfach nicht sehen. Hier kann es durchaus hilfreich sein, Menschen, die dich und deinen Partner gut kennen, um Rat zu fragen.

Außenstehende haben eine objektivere Sicht auf Dinge, in die wir selbst tief involviert sind. 

Ob du den Ratschlag von Freunden oder Familie tatsächlich annimmst, bleibt natürlich dir überlassen. 

Aber vielleicht werden so Gedanken losgetreten, auf die du selbst gar nicht gekommen wärst und die dir bei deiner Entscheidungsfindung helfen.

Trennung ja oder nein? #6. Eine eventuelle Trennungsangst erkennen! 

Ein weiterer Grund, der uns zögern lässt, ist eine tief sitzende Trennungsangst. Die Angst davor, nach der Trennung alleine leben zu müssen, macht die Entscheidung nicht unbedingt leichter.

Diese Angst tritt häufig dann auf, wenn nach dem Auszug aus dem elterlichen Haus sofort mit dem Partner zusammengezogen wurde. So hat man schlichtweg nie die Erfahrung gemacht, wie es ist alleine zu leben.

Kommt noch ein niedriges Selbstbewusstsein hinzu, ist das die perfekte Basis für die große Angst vor einer Trennung. 

Obwohl alles für ein Beziehungsaus spricht, kann sich trotzdem nicht zu einer endgültigen Entscheidung durchgerungen werden.

Leidest auch du unter Trennungsangst und bist in deiner Beziehung nicht mehr glücklich, solltest du dieses Problem dringend angehen.

Am Ende hält die Angst dich in einem Leben fest, wie du dir es nie vorgestellt hast und welches dich nicht glücklich macht. 

Such dir in diesem Fall psychologische Unterstützung und gehe deine Angst in einer Psychotherapie an.

Trennung ja oder nein? #7. Distanziere dich von der Vorstellung einer perfekten Beziehung!

Das Leben ist nicht perfekt, Menschen sind es nicht, also ist auch eine Beziehung nicht zur Perfektion bestimmt.

Trennung ja oder nein

Die meisten Menschen wissen das, dennoch besitzen sie in verschiedenen Lebensbereichen einen Hang zum Perfektionismus.

Der Job, die Freunde, das Haus und auch die Partnerschaft - alles muss möglichst makellos sein. Ist dem nicht so, macht sich Unzufriedenheit bereit und es werden jegliche Mühen investiert, das Unvollkommene vollkommen zu machen.

Das ist in einer Beziehung aber gar nicht so einfach, denn zu ihr gehören bekannterweise zwei Menschen.

Spielst du mit dem Gedanken einer Trennung, weil dir deine Beziehung nicht mehr gut genug ist, kann es sein, dass dein Perfektionismus die Ursache ist.

Überzogene Erwartungen haben an sich nichts mit der Qualität deiner Beziehung zu tun. 

Hier solltest du lieber an deinem Perfektionismus arbeiten, denn auch deine nächste Partnerschaft wird deinen Ansprüchen nicht genügen können.

Trennung ja oder nein? #8. Führe dir die Konsequenzen eines Beziehungsaus vor Augen!

Dieser Schritt sollte das letzte Mittel der Wahl sein, denn es ist besser, sich frei von den Folgen für oder gegen die Beziehung zu entscheiden.

Kommst du aber zu gar keinem Entschluss, kann diese Variante die letzte hilfreiche Entscheidungshilfe sein.

Die erste große Frage, die sich wohl jedes Paar mit Kindern stellt, ist, was aus dem Nachwuchs wird.

Wer zieht aus dem Familienheim aus? 

Wie gestaltet sich der Kontakt zu dem "gegangenen" Elternteil?

Auch das gerade erst gebaute oder bezogene Haus oder andere gemeinsame Verpflichtungen können berücksichtigt werden.

Würde eine Trennung für diese Kriterien erhebliche Folgen mit sich bringen, sollte diese sowieso nicht überstürzt werden.

Das gilt natürlich nicht dann, wenn einer der Partner tot unglücklich in der Beziehung ist. 

Dieses deutlich machen der Konsequenzen muss nicht unbedingt dazu dienen, sich für oder gegen die Partnerschaft zu entscheiden.

Es kann dir auch einfach nur verdeutlichen, was ihr alles gemeinsam geschafft habt und wie schwer oder leicht es dir fallen wird, dieses aufzugeben.

#Fazit

Zu welchem Entschluss kommst du? 

Möchtest du an deiner Beziehung arbeiten oder ist eine Trennung der richtige Weg?

Wie du dich am Ende entscheidest, ist ganz allein deine Angelegenheit und von deiner individuellen Situation anhängig.

Wichtig ist nur, dass du alle Faktoren mit einbeziehst und deine Entscheidung nicht nur auf eine Sache stützt, die in deiner Beziehung gut oder weniger gut läuft. 

Genauso wenig ratsam ist es, dich nur auf dein Bauchgefühl zu verlassen.

Hier wären wir wieder bei der Kombination aus Vernunft und Gefühl:

Du solltest deine Entscheidung gut begründen können und sie sollte sich auch richtig anfühlen.

Ist das der Fall, wirst du deinen Entschluss auch Jahre später noch vertreten können. Bedenke aber auch, dass eine Entscheidung für oder gegen die Beziehung nichts Endgültiges ist.

Beides lässt sich wieder rückgängig machen, ihr könnt euch sowohl später trennen als auch eure Beziehung nach der Trennung wieder neu aufnehmen.

Da der Weg der Entscheidungsfindung aber sehr lang und zermürbend sein kann, sollen ihn dir diese 8 Tipps etwas erleichtern.

>