Schluss machen- Warum du diese 10 Regeln kennen solltest


Eine Beziehung zu beenden ist selten eine schöne Angelegenheit.

Weder für den Verlassenen noch für denjenigen, der diese Entscheidung trifft.

Für das Schluss machen selbst gibt es auch keinerlei Bedienungsanleitung, denn jede Beziehung ist individuell.

Allerdings gibt es bestimmte Regeln, die dir, und auch deinem Gegenüber, das Schluss machen wesentlich erleichtern.

Welche das sind, erfährst du in diesem Artikel!

#1. Sei dir absolut sicher!

Beschäftigt dich die Frage "Schluss machen oder nicht"? 

Dann ist es an der Zeit, dir Klarheit darüber zu verschaffen.

Hinterfrag dich zunächst, was du wirklich willst. Denn sind die Worte erstmal ausgesprochen, kannst du sie nicht mehr zurücknehmen.

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Es ist daher empfehlenswert, dass du für dich zuerst herausfindest, was du tatsächlich willst.

Bist du dir mit der Trennung wirklich sicher, kannst du diese zudem wesentlich selbstsicherer durchziehen.

Das erleichtert nicht nur dir, sondern auch deinem Partner die Trennung enorm!

Keinesfalls solltest du unüberlegt Schluss machen, denn das bringt meist etliche Probleme mit sich.

Zum einen besteht natürlich die Möglichkeit, dass du diese Entscheidung bereust.

Zum anderen verletzt du dein Gegenüber mit der (unüberlegten) Trennung, selbst wenn sie nur vorübergehend ist.

Denn dadurch entsteht letztendlich ein Bruch in der Beziehung und nicht selten auch im Vertrauen.

Ein Neuanfang würde somit unter keinem guten Stern stehen und zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringen.

#2. Die Meinung anderer mit Vorsicht genießen

Nicht immer ist man zu hundert Prozent sicher, ob man tatsächlich Schluss machen soll.

Wenn du dich in so einer Zwickmühle befindest, kannst du gerne Ratschläge von Freunden oder Familie miteinbeziehen.

Beachte hierbei jedoch, dass viele Menschen subjektiv agieren. 

Nicht selten kommt es vor, dass diese Personen ihre eigenen Gefühle und Gedanken in ihre Ratschläge mit einfließen lassen.

Ein "Schluss machen Test" kann dir deine Entscheidung ebenfalls erleichtern.

Vergiss hierbei jedoch nicht, dass ein solcher "Schluss machen Test" eher für die Allgemeinheit gemacht und das Ergebnis nur ein Richtwert ist.

Keinesfalls solltest du deine Entscheidung zur Gänze von so einem Testergebnis abhängig machen. 

Denn letztendlich weißt du am besten, wann Schluss machen tatsächlich die geeignetste Lösung ist.

#3. Entscheidung nicht hinauszögern

Hast du den Entschluss erst mal gefasst, stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt du das Trennungsgespräch am besten einläutest.

In erster Linie solltest du das Schluss machen nicht zu lange hinauszögern.

Zu lange Warten erschwert dir nicht nur das Schluss machen, sondern ist auch deinem Partner gegenüber unfair.

Wenn du dir bereits sicher bist, dass du die Beziehung beenden möchtest, wäre alles andere nur noch Zeitverschwendung.

Denn du nimmst nicht nur dir wertvolle Zeit, sondern auch deinem Partner.

Die Frage "Wann Schluss machen?" lässt sich somit kurz und knackig beantworten, nämlich "So rasch wie möglich!".

Lass deine Entscheidung daher nicht von einem geplanten Urlaub oder Ähnlichem hinauszögern.

Ebenso verhält es sich mit einer geplanten Hochzeit und ja, sogar mit einem unerwarteten Baby.

Wenn du dir wirklich sicher bist, dass du die Beziehung mit diesem Menschen nicht mehr möchtest, bringen auch all diese Veränderungen nichts.

 Wenn dich hingegen erneut die Frage "Schluss machen oder nicht" beschäftigt, landest du wieder bei Punkt 1.

Dann gilt es, dir erneut Klarheit über die gesamte Situation zu verschaffen!

#4. Wenn möglich, unter vier Augen Schluss machen!

Du bist dir also sicher, dass du Schluss machen möchtest und hast dir auch Gedanken über den bestmöglichen Zeitpunkt gemacht.

Nun stellt sich die Frage, wie du das Trennungsaus am besten verkündest.

Wenn du Angst vorm Schluss machen hast, bist du mit Sicherheit nicht alleine.

Denn für die meisten Personen ist dies ein unangenehmer Schritt.

Allerdings solltest du immer so viel Anstand haben, persönlich und unter vier Augen Schluss zu machen.

Ein absolutes No-Go ist Schluss machen per SMS oder Telefonat. 

Ebenso solltest du keinesfalls Freunde vorschicken, um die unerfreuliche Nachricht zu übermitteln.

Ein Gespräch unter vier Augen zeigt nicht nur von Charakterstärke, sondern zollt deinem Gegenüber auch den nötigen Respekt.

Wenn du dir denkst, "Ich kann nicht Schluss machen", halte dir immer vor Augen, warum du diesen Entschluss gefasst hast!

Du bist dir bereits sicher, dass du diesen Schritt gehen möchtest, von daher schaffst du auch das Trennungsgespräch!

#5. Wo am besten Schluss machen?

Den optimalen Ort zum Schluss machen gibt es nicht, denn auch hierbei spielen gewisse Faktoren eine Rolle.

Grundsätzlich eignet sich das gewohnte Umfeld am ehesten zum Schluss machen, da ihr dort alles in Ruhe besprechen könnt.

Wenn ihr noch getrennt wohnt, verlagere das Trennungsgespräch am besten in die Wohnung deines Partners.

Das bringt gleich zweierlei Vorteile mit sich:

  1. Zum einen fühlt sich dein Gegenüber in seinem eignen zu Hause sicher und geborgen.
  2.  Zum anderen hast du die Möglichkeit jederzeit zu gehen und dich zurückzuziehen.

Findet das Gespräch hingegen bei dir Zuhause statt, müsstest du deinen Partner vielleicht zum Gehen auffordern.

Eine Trennung an einem neutralen Ort, wie beispielsweise in einem Café, eignet sich nur bedingt.

Nicht selten kommt es vor, dass eine Trennung mit Gefühlsausbrüchen einhergeht. 

Diese emotionale Achterbahnfahrt kann im öffentlichen Bereich durchaus unangenehm werden, sowohl für dich als auch für verlassene Person.

Wenn du jedoch befürchtest, dass dein Partner gewalttätig werden könnte, ist ein neutraler Ort die beste Wahl.

Denn in diesem Fall hat deine Sicherheit natürlich Vorrang!

#6. Ehrlich währt am längsten

Der Entschluss ist gefasst, Ort und Zeitpunkt für das Trennungsgespräch stehen ebenfalls fest.

Stellt sich nun die Frage, wie du deinem Gegenüber die Entscheidung am besten vermittelst.

In erster Linie solltest du vor allem eines sein, nämlich ehrlich! 

Übermittel deinem Partner die Gründe für deine Entscheidung, sei dabei jedoch so wenig verletzend wie möglich.

Denn ehrliches Feedback kann dem Verlassenen durchaus beim Loslassen helfen.

Wenn dein Gegenüber Hintergründe erfragt, dann sei so nett und beantworte diese.

Vermeide jedoch bitte typische Standardphrasen wie: 

  • Es ist nicht deine, sondern meine Schuld. 
  •  Ich bin nicht gut genug für dich. 
  •  Bitte weine jetzt nicht. 
  •  Ich weiß auch nicht, warum es vorbei ist.

Schuldzuweisungen sind ebenfalls fehl am Platz.

Denn ein Trennungsgespräch dient nicht dazu, dem anderen all seine Fehler unter die Nase zu breiten.

Mit dem Finger auf sein Gegenüber zu zeigen und ihm die Schuld zuzuschieben bringt keinen von euch beiden weiter.

Wenn du deinen Partner mit Vorwürfen bombardierst, kannst du ein gesittetes Gespräch meist abschreiben.

Um das Trennungsgespräch so "angenehm" wie möglich zu machen, solltest du daher besser auf Ausgewogenheit setzen.

#7. Keine falschen Versprechungen!

Nicht nur im Bezug auf den Trennungsgrund, sondern auch für "das danach" hat sich Ehrlichkeit bewährt. 

Bitte mache keine falsche Versprechungen oder Hoffnungen!

Achte auf deine Wortwahl und vermeide zweideutige Aussagen.

Wenn du beispielsweise noch etwas für die Person empfindest, solltest du dies eher für dich behalten.

Denn nicht selten kommt es vor, dass sich der Verlassene an diesen Worten festklammert und alles versucht, um dich umzustimmen.

Phrasen wie "Lass uns Freunde bleiben" oder "Ich liebe dich noch, aber ..." solltest du unbedingt vermeiden.

Das Trennungsgespräch dreht sich, wie der Name schon verrät, um die Trennung.

Versprich auch nicht, deine Entscheidungen noch einmal zu überdenken. 

Immerhin hast du dir bereits Klarheit verschafft und bist dir sicher.

Genau das möchtest beziehungsweise solltest du deinem Gegenüber auch mitteilen.

#8. Nicht verhandeln!

Nicht selten kommt es vor, dass die verlassene Person mittels fragwürdigen Taktiken versucht, die Trennung zu verhindern.

Was du allerdings nicht tun solltest, ist, dich auf Verhandlungen oder gar erpressen zu lassen. 

Wenn der/die Verlassene damit droht, sich etwas anzutun, sollte dich das nicht von deiner Entscheidung abhalten.

Natürlich wirkt das in erster Linie abschreckend, meist ist das auch so gewollt.

Denn viele Personen denken deshalb "Ich kann nicht Schluss machen, sonst tut mein Ex-Partner sich wegen mir etwas an".​

Allerdings solltest du dir vor Augen halten, dass diese Person dann nicht dich, sondern professionelle Hilfe benötigt.

Lasse dich aufgrund solcher Aussagen daher nicht von deiner Entscheidung abbringen! 

Wenn die Person tatsächlich psychisch instabil ist, bitte Freunde oder Familienangehörige nach ihr zu schauen.

Handelt es sich hierbei jedoch um eine Art Machtspiel, fühle dich in deiner Entscheidung bestärkt.

Denn warum solltest du mit jemanden zusammenbleiben wollen, der fragwürdige Mittel wie solche Spielchen einsetzt?

#9. Distanz nach dem Schluss machen

Du hast es geschafft und Schluss gemacht, was nun?

In erster Linie solltest du auf Abstand gehen und dich mit deiner neuen Lebenssituation zurechtfinden.

Denn selbst wenn ihr euch im Guten trennt, sind meist noch Gefühle im Spiel.

Damit alles wirklich in Ruhe abklingen kann, solltest du daher Distanz schaffen.

Wie lange das ist, musst du für dich selbst herausfinden. 

Denn während manche Menschen nur wenige Tage trauern, benötigen andere mehrere Monate. 

Eine Freundschaft zwischen euch kann erst dann funktionieren, wenn ihr beide mit der Beziehung tatsächlich abgeschlossen habt.

Und das braucht in den meisten Fällen nun mal seine Zeit.

Laut Experten benötigen die meisten Personen zum Verarbeiten einer Trennung etwa 6 bis 12 Monate.

In der Regel gilt: Je länger die Beziehung dauerte, umso länger brauchen die Beteiligten zum Verarbeiten. 

#10. Aufräumen nach der Trennung

Eine Trennung geht meist einfacher von der Hand, wenn man noch nicht zusammenwohnt.

Die jeweiligen Sachen können so einfach in Kartons ausgetauscht oder gar per Post verschickt werden.

Anders verhält es sich hingegen, wenn du mit deinem Partner in einer Wohnung lebst.

Hier müssen gewisse Fragen beantwortet werden: 

  • Wer bleibt in der Wohnung? 
  • Wer bezahlt wem wie viel aus? 

All das solltest du in Ruhe mit deinem Ex-Partner, entweder beim Trennungsgespräch oder nachdem du Schluss gemacht hast, besprechen.

Es ist daher umso wichtiger, das Schluss machen möglichst gesittet durchzuziehen.

Denn dadurch stellst du sicher, dass ihr trotz Trennung noch die Chance auf eine vernünftige Gesprächsbasis habt.

Wenn dein Ex-Partner jedoch nicht kooperativ ist, solltest du eventuell Freunde oder Familie um Hilfe bitten. 

Ist die verlassene Person absolut nicht willig dir deine Sachen zu geben, kannst du immer noch die Polizei informieren und/oder einen Anwalt miteinbeziehen.

Schluss machen fällt leichter mit "Spielregeln"

Schluss machen ist meist keine angenehme Angelegenheit, allerdings oftmals der einzige Ausweg um sein Glück zu finden.

Selbst wenn du dich von deinem Partner trennen möchtest, solltest du gewisse Spielregeln berücksichtigen.

Zum einen geht die Trennung dann wesentlich gesitteter vonstatten und zum anderen erleichterst du dir und deinem Partner die Situation erheblich. 

Abgesehen davon solltest du nicht vergessen, dass du einst mit diesem Menschen dein Leben teilen wolltest.

Respekt und Ehrlichkeit sollten daher, trotz Trennung, eine Selbstverständlichkeit sein.

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