7 Phasen einer Trennung- die jeder Mensch durchmacht!

Die meisten Trennungen gehen mit viel Trauer und Schmerz einher.

Lass dir aber gesagt sein:

Jeder, der eine Trennung durchlebt hat, kann dein Gefühlschaos total nachvollziehen!

Denn sämtliche Beziehungsenden durchleben 7 Trennungsphasen, die sich wiederum durch bestimmte Merkmale auszeichnen.

Wenn du einzelnen Trennungsphasen kennst, wirst du deine Gefühlswelt besser verstehen, und die Trennung leichter verarbeiten können.

Deswegen erfährst du in diesem Beitrag alles über die 7 Phasen der Trennung, und erhältst zudem hilfreiche Tipps zum Überwinden der einzelnen Abschnitte!

#Phase 1: Tiefsitzender Schock

phasen der trennung

Die unterschiedlichen Phasen der Trennung werden häufig durch einen regelrechten Schockzustand eingeläutet.

Meist tritt dieser unmittelbar nach der Trennung ein, insbesondere dann, wenn diese unerwartet kommt.

Die Schockphase ist zwar vergleichsweise kurz, allerdings eine der heftigsten Trennungsphasen.

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Denn eine Trennung wird vom Gehirn regelrecht als Gefahr bzw. als bedrohliches Ereignis angesehen, weshalb es entsprechende Schutzmaßnahmen ergreift.

Typisch hierfür sind beispielsweise das Einfrieren von Körperreaktionen und Gedanken, denn dadurch spart der Körper wertvolle Kraft.

Ob du dich in einer Schockphase befindest, kannst du dementsprechend meist an unterschiedlichen Symptomen erkennen.

Was ist charakteristisch für die Schockphase?

Mit Sicherheit hast du schon von dem Begriff "Schockstarre" gehört - dieser Begriff ist tatsächlich passend.

In der ersten Trennungsphase fühlst und verhältst du dich wie eingefroren:

Du zeigst kaum Reaktion, und falls doch, sind diese verlangsamt.

Es kann auch vorkommen, dass dein Blick starr ist und du nach Worten suchst, aber sie nicht findest.

Du fühlst dich, als wärst du im falschen Film und kennst dich überhaupt nicht aus.

Viele Betroffene geben zudem an, dass sie sich körperlich nicht wahrnehmen können.

Es kann daher gut vorkommen, dass du dich versehentlich verletzt, indem du dir zum Beispiel den Finger einklemmst oder wo dagegen stoßt.

Was kannst du tun?

Die erste der 7 Phasen der Trennung ist meist nur von kurzer Dauer.

Dennoch kann es mitunter vorkommen, dass diese länger ausfällt und du dementsprechend länger in dem schockartigen Zustand verharrst.

Um das zu vermeiden, solltest du unbedingt versuchen, dagegen zu agieren und wortwörtlich in Bewegung zu kommen.

Versuche, dich selbst zu beruhigen und lasse dich in dieser Phase gerne auch von deinen Freunden trösten und auffangen.

Ein geschützter Rückzugsort sowie Wärme haben sich ebenfalls als sehr hilfreich herausgestellt.

Letztendlich hilft dir in dieser Zeit alles, was dir auf irgendeine Weise Halt gibt und dich aus dem Schockzustand herausholt.

#Phase 2: Verleugnung und Verdrängung

Ist der erste Schock einmal überwunden, stehen bereits die nächsten Phasen der Trennung an.

Typisch ist jetzt, dass die verlassene Person die Trennung verdrängt und sogar verleugnet.

Denn diese wirkt fernab jeglicher Realität, fast schon wie ein "schlechter Traum".

Die verlassene Person hofft eigentlich nur darauf, aus diesem Albtraum aufzuwachen und wünscht sich, dass alles wieder so wie vorher ist.

Die Trennung kommt nicht wirklich innerlich an, sodass die Betroffenen das Beziehungsaus noch nicht realisieren können bzw. wollen.

Was ist typisch für die 2. Phase?

Wie alle Phasen der Trennung zeichnet sich auch die Zweite durch bestimmte Merkmale aus:

Sehr häufig verleugnen die betroffenen Personen das Beziehungsaus nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor dem Umfeld.

Ebenso charakteristisch sind stundenlanges Grübeln und die unlöschbare Hoffnung.

Du redest dir womöglich in dieser Zeit ein, dass dein Ex nur aus Wut gehandelt oder es eigentlich gar nicht so gemeint hat.

Die Gedanken, dass es sich hierbei nur um ein Missverständnis handelt sind stark.

Dementsprechend versuchst du vielleicht, dir die ganze Situation schön zu reden und ein "klärendes" Gespräch mit deinem Ex zu suchen.

Des Weiteren zeigt sich diese Trennungsphase in physischen Symptomen:

  • Erschöpfung
  • Kraftlosigkeit
  • innerliche Unruhe
  • wenig/schlechter Schlaf
  • schlechte Träume
  • Zweiter Stichpunkt

Was kannst du tun?

Wie in allen Phasen der Trennung, kannst du auch diesen Abschnitt etwas "angenehmer" gestalten.

Es ist zwar wahr, dass die Verleugnung für eine kurze Dauer vor der traurigen Realität schützt, allerdings ändert sie diese nicht.

Und genau das musst du dir nun vor Augen halten.

Nimm also deinen ganzen Mumm zusammen und stelle dich der Realität.

Ja, das tut weh.

Und ja, das ist sicherlich keine schöne Zeit.

Aber dadurch ist es dir möglich, in die nächsten Phasen der Trennung übersteigen und den Liebeskummer langsam, aber sicher hinter dir zu lassen.

#Phase 3: Schuldgefühle, Rettungs- und Verhandlungsversuche

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Die einzelnen Phasen der Trennung sind meist von bestimmten Gefühlslagen gekennzeichnet.

Nicht so die dritte Phase, denn diese gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle:

Selbstzweifel, Überheblichkeit, Glücklichsein und Verzweiflung wechseln sich ab - oft sogar innerhalb kürzester Zeit.

Charakteristisch für diese Phase sind zudem plagende Schuldgefühle, ein schwindendes Selbstwertgefühl und etliche Rettungs- bzw. Verhandlungsversuche.

Woran erkennst du die dritte Trennungsphase?

In diesem Zeitraum möchtest du mit allen Mitteln um die Beziehung kämpfen, dementsprechend hoch ist die Hoffnung, das Trennungsaus irgendwie rückgängig zu machen.

Um das zu erreichen, wirst du wahrscheinlich ein Entfremdungsgefühl gegenüber dir selbst verspüren und dich unter deinem Wert verkaufen.

Gedanken wie "wenn ich das ändere, dann ..." sind sehr stark, sodass du oftmals Zugeständnisse machst, die du "bei klarem Verstand" womöglich nie eingehen würdest.

All die Schuldgefühle und Selbstzweifel gehen meist mit vielen kreisenden Gedanken einher, weshalb du gefühlt nur "halb da bist".

Dieser Zustand kann wiederum dazu führen, dass du unachtsam bist.

Die Neigung zu Unfällen ist ebenso charakteristisch wie Vergesslichkeit und Nervosität.

Auch kann es sein, dass du in dieser Zeitspanne abstumpfst und zu Erkältungen neigst.

Was kannst du tun?

Eine Trennung geht meist mit einem geknickten Selbstwertgefühl einher.

Deswegen ist es generell in allen Phasen der Trennung ratsam, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.

Es ist zwar wichtig, Gefühle zuzulassen, aber ebenso wichtig ist es auch, die Gefühlsschwankungen abzufangen.

To-do-Listen können dir dabei helfen, den roten Faden in deinem Leben zu verfolgen und dich selbst wieder in Fluss zu bringen.

#Phase 4: Wut, Zorn und Hass

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In den unterschiedlichen Phasen der Trennung ist es vollkommen normal, dass sich deine Gefühlswelt verändert.

Besonders stark macht sich dies in der 4. der 7. Phase der Trennung bemerkbar, denn in dieser wandelt sich die Trauer in Wut und ja, manchmal sogar Hass um.

Und das ist eigentlich auch vollkommen in Ordnung, denn es zeigt, dass du langsam wieder zu dir kommst. Deine Gefühle beginnen aufzubrechen und Energie wird frei.

Und das Positive ist:

Du hast die schlimmsten Phasen der Trennung nun hinter dir!

Dennoch ist dieser Abschnitt keinesfalls zu unterschätzen, denn nicht jeder kann mit diesem Gefühlsausbruch umgehen.

Wut und Hass führen oftmals zu sehr unüberlegten und sogar aggressiven Handlungen - Selbst- und Fremdverletzungen sind deswegen sehr charakteristisch für diese Trennungsphase.

Welche Gefahren bergen Wut und Hass?

"Und dann tun wir Dinge ... Dinge, die wir später bereuen werden." - mit diesen Worten lässt sich die Wut- und Hassphase am besten beschreiben.

All der Zorn tritt oft auf, da du dich unfair behandelt fühlst. Vielleicht kommt es dir sogar vor, dass dein Ex dich ausgenutzt hat.

Du fragst dich wahrscheinlich, wie er dir das nur antun konnte und stellst (vermeintlich) fest, dass dein Ex sich absolut falsch dir gegenüber verhalten hat.

Du möchtest nun, dass dein Ex denselben Schmerz wie du spürst. Und genau das führt oft zu Handlungen, die du im Nachhinein bereuen wirst.

Du kennst bestimmt Filmszenen, in denen die "verrückte" Ex-Frau das Auto beschädigt oder die Kleidung ihres Mannes wegwirft oder verbrennt.

Lass dir jedoch gesagt sein, solche Szenen sind nicht übertrieben, sondern entsprechen tatsächlich oft der Realität.

Wie kannst du Wut und Hass überwinden?

Wichtig ist, dass du lernst, diese Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern herauszulassen.

Dies gelingt dir am besten durch Sport - ganz gleich welcher. Von Joggen bis hin zu Schwimmen oder Krafttraining kannst du alles angehen.

Du wirst sehen, wie erleichtert du dich nach dem Training fühlen wirst.

Und das Beste ist: Sport ist gut für Körper und Geist.

Damit gönnst du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes, denn auch dein Selbstbewusstsein wird dadurch gestärkt.

Und genau das kann dir alle Phasen der Trennung deutlich erleichtern.

#Phase 5: Depression, Trauer und Angst

Ist all der Zorn erst einmal überwunden, realisierst du, dass all das Kämpfen und etwaige Rachezüge nichts bringen.

Allerdings machen sich jetzt oft Trauer und Angst und ja, sogar eine Art Depression breit.

Zu diesem Zeitpunkt realisierst du, dass du nicht nur den Partner, sondern auch dessen Unterstützung und Zuwendung verloren hast.

Vielleicht habt ihr auch zusammengewohnt und denselben Freundeskreis geteilt.

Ebenso kann es sein, dass du durch die Beziehung einen besonderen, gesellschaftlichen Rang hattest.

All die "Verluste" lassen oft den Eindruck entstehen, dass du kein "gutes Leben" mehr führen kannst und alles neu aufbauen musst.

Was kannst du tun?

Auch in den letzten Phasen der Trennung ist es wichtig, die Gefühle zuzulassen.

Allerdings solltest du dich nicht zu lange im Schmerz wälzen, sondern dich langsam, aber sicher wieder nach außen orientieren.

In diesem Zeitraum kann auch ein Trennungs- bzw. Abschiedsritual hilfreich sein.

Hierfür kannst du beispielsweise die Sachen deines Ex-Partners in einen Karton verpacken und verstauen / entsorgen.

Dadurch kannst du für dich selbst einen Schlussstrich setzen und dir einen Neuanfang ermöglichen.

#Phase 6: Loslassen und Akzeptanz

Nicht alle Phasen der Trennung lassen sich immer eindeutig voneinander abgrenzen.

Es ist zum Beispiel ganz typisch, dass die 5. und 6. Phase ineinander verlaufen und zusammen einhergehen.

Die Momente, in denen du an deinen Ex-Partner denkst, nehmen ab. 

Daneben hast du die Trennung als einzige Lösung akzeptierst und auch ein Neubeginn mit ihm ist vom Tisch.

Stattdessen gibt es immer mehr Situationen, in denen du dich wieder über etwas freuen kannst.

Darüber hinaus lernst du allmählich, wieder zu deinem eigenen Rhythmus zu finden und erlaubst dir, selbst wieder glücklich werden zu können.

"Was möchte ich jetzt?"

Typisch für die letzten Phasen der Trennung ist, dass sich dein Fokus langsam wieder auf dich selbst richtet.

Nicht selten sind diese Phasen der Trennung sehr erkenntnisreich, denn du bist quasi wieder auf dich alleine gestellt.

Während dir das anfangs noch Angst eingeflößt hat, schafft es nun Platz für deine Wünsche und Fähigkeiten.

Die Trauer ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber immerhin hast du in den letzten Phasen der Trennung wieder einen vertrauensvollen Blick in die Zukunft.

#Phase 7: Neuorientierung

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Ab dem Moment, ab dem du gelernt hast, loszulassen, hast du den Großteil der Trauerarbeit hinter dir.

Du merkst jetzt deutlich, dass die Trauer nachlässt und im Gegenzug deine Lebensgeister zurückkehren.

In den letzten Phasen der Trennung nimmst du wieder aktiv am Leben teil und erfindest dich vielleicht sogar neu.

Die Wunden beginnen zu vernarben und du hast endlich wieder Hoffnung, auf eine glückliche Zukunft.

Glückwunsch, du hast nun alle Phasen der Trennung überstanden.

Phasen der Trennung: Unterschied bei Männern und Frauen

Generell lässt sich sagen, dass jeder Mensch die 7 Phasen der Trennung durchläuft.

Natürlich ist jeder Mensch individuell, weshalb die Phasen der Trennung auch von jedem unterschiedlich wahrgenommen werden.

Besonderen Einfluss auf die Phasen der Trennung hat jedoch das Geschlecht, denn Frauen und Männer durchleben und verarbeiten ein Beziehungsaus auf verschiedene Weise.

Die Phasen der Trennung bei Frauen und die Phasen der Trennung bei Männern weisen demnach oft gewisse Unterschiede auf.

Phasen der Trennung bei Frauen

Frauen wird zugesagt, dass sie sehr emotional sind.

Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass Frauen meist einen stärkeren Schmerz nach dem Beziehungsende verspüren und mehr leiden.

Allerdings tendieren Frauen auch dazu, diese besser zu verarbeiten zu überwinden.

Es ist daher oft so, dass die Phasen der Trennung bei Frauen oft von kürzerer Dauer sind. 

Phasen der Trennung bei Männern

Verlassene Männer tendieren oft dazu, ein Beziehungsende als Ego-Sache wahrzunehmen und sich deshalb als Versager zu fühlen.

Typisch für viele Männer ist, dass sie versuchen, den Trennungsschmerz zu verdrängen und sich abzulenken.

Exzessives Feiern, haltlose Affären aber auch ausgiebiger Sport sind sehr typisch für Männer.

Sie leiden zwar nicht so intensiv, allerdings halten die Phasen der Trennung bei Männern meist deutlich länger an.

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